Aston Martin – der blaue Herzschrittmacher
VON OLIVER GRISS
Freilich, volksnah ist etwas anderes: Protz und Glamour passt irgendwie nicht zum Giesinger Arbeiterklub 1860. Das stimmt! Aber Aston Martin hat in seinen bislang neun Monaten als Hauptsponsor an der Grünwalder Straße zumindest dafür gesorgt, dass der Fan wieder stolz war auf seinen Klub: Der englische Luxusschlitten-Hersteller ausgerechnet auf der Löwen-Brust? Gibt's doch eigentlich gar nicht!
Es klang im September 2011 wie ein Märchen aus 1001 – doch dank der guten Kontakte von Löwen-Freund Hasan Ismaik wurde dieser Giesinger Traum tatsächlich Realität. Die Löwen-Fans machten an den Stammtischen Witze: "Jetzt sind wir schneller als die Bayern – da wird der Kopf vom Hoeneß ganz rot." 1860 (Aston Martin) endlich wieder vor den Roten (Audi). Und auch 1860-Fanartikel-Chef Roland Kneißl erfreute sich in den Monaten danach, dass das Löwen-Trikot dank dem noblen Logo wieder vermehrt gekauft wurde…
Aston Martin ist für 1860 ein Herzschrittmacher - und genau dieses Pfund sollte 1860 – trotz anderer Interessenten für die Löwen-Brust – nicht so leichtfertig aufgeben. Die Partnerschaft mit den Briten hat dem Altmeister von 1966 immerhin dazu verholfen, dass der Verein in den letzten Monaten an Image zulegen konnte und auch plötzlich für Werbe-Partner wieder interessant ist. Was nicht unerheblich war: Haben Sie kritische Töne aus der Führungsetage von Aston Martin über 1860 gehört? Nein! Das macht die Marke noch sympathischer.
Und genau das sollte für 1860 der Weg sein: Seriosität und Kontinuität. Außerdem: Ein Auto-Korso von der Grünwalder Straße zum Marienplatz in den Nobel-Karossen von Aston Martin hätte doch was. Das würde sich auch der Bayern-Präsident Uli Hoeneß bestimmt nicht entgehen lassen…
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Aston Martin - der blaue Herzschrittmacher,
14 Kommentare »
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ich habs schon so oft gesagt und geschrieben:
sehr gut!
damit hat doch im September 2011 kein Mensch gerechnet. Alle waren (die einen positiv, die anderen vielleicht auch negativ)überrascht.
es ist doch auch klar gewesen, dass sie nicht viele Autos dadurch verkaufen werden, aber: geholfen hat uns allein, der Name und die Marke!
und
das ist auch in der Zukunft und war es auch in der Vergangenheit wichtig, auch wenn das bestimmt nicht viele Leute lesen mögen!
(23 Bewertungen / Positiv: 22 :: Negativ: 1)
guter Kommentar.
als kleine Anmerkung zum Klugscheissen:
"nicht minder unerheblich" – das passt nicht
(6 Bewertungen / Positiv: 4 :: Negativ: 2)
danke, das kommt vom vielen schreiben-)
(9 Bewertungen / Positiv: 8 :: Negativ: 1)
Ein absoluter Top Sponsor! Dass Auswärtstrikot mit Aston Martin drauf ist der absolute Hammer! Wenn ich dann schon höre lieber MINI statt Aston Martin, bloß nicht!!!!
(19 Bewertungen / Positiv: 18 :: Negativ: 1)
Stimme meinen Vorrednern vollkommen zu,
dass Aston Martin uns die Türen in den Marketing-Markt geöffnet hat
und deshalb das Engagement nicht hoch genug einzuschätzen ist…
aber:
Sollte man die Möglichkeit haben, mit dem ortsansässigen Weltkonzern BMW ins Geschäft zu kommen, ist das eine absolut einmalige Chance für unsere Löwen in völlig neue Dimensionen(BMW-Arena etc….) vorzustoßen! Vielleicht gelingt es unseren Machern, Aston Martin als Premium-Partner zu erhalten, in Zukunft dürfen wir keinen unserer Geschäftspartner mehr verlieren!
Alles in allem: Wahnsinnig erfreuliche Entwicklungen!
(23 Bewertungen / Positiv: 22 :: Negativ: 1)
(Wir melden uns heute live aus dem Reich der Träume und schalten jetzt in das weiß-blaue leuchtende BMW-Sechzgerstadion nach München)
(11 Bewertungen / Positiv: 8 :: Negativ: 3)
1860 München leidet seit Jahrzehnten am mangelnder Phantasie
und am Selbstmitleid seiner Fans!
Think big! (:-)
(10 Bewertungen / Positiv: 10 :: Negativ: 0)
Aston Martin und MINI ist in meinen Augen beides in Ordnung und macht so oder so auf dem Trikot was her. Sollte die BMW Group wirklich mehr zahlen wollen muss man ernsthaft darüber nachdenken, so läuft das heute eben. Wäre doch außerdem ein sympathischer Partner für einen Münchner Verein. Wenn nicht: Unbedingt Aston Martin halten. Die Kluft zwischen dem "Arbeiterklub" und den "Luxusautos" lässt sich schon irgendwie schließen. Notfalls (!) durch sportlichen Erfolg.
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das mit dem "Arbeiterclub" ist eh passé…
Zukünftig wird man nur noch vom Investorclub o.ä. sprechen. Wenn wir Glück haben wirds "ehemaliger Arbeiterclub".
Wir sollten nur aufpassen, dass es nie (wieder) "der Naziclub" wird. Da eilt uns nämlich auch ein Ruf voraus. Aber das lässt sich nur schwer durch den Brustsponsor bewerkstelligen – also offtopic.
(6 Bewertungen / Positiv: 5 :: Negativ: 1)
Naja, der Sponsor passt halt 0 zu 1860 und steht auch nur wegen einem Freundschaftsdeal auf der Brust, ich finde da würde BMW schon besser zu den Löwen passen, wie es ja gerade im Gespräch zu sein scheint.
Ich finde den Artikel bisschen zu löblich für einen Sponsor der sich nicht wirklich engagiert hat.
P.S.:Wäre Hasan Ismaik wirklich ein Löwenfreund, könnte er die Klausel rausstreichen, dass er beim Fall der 50+1 Regel 60% Stimmrecht besitzt. Aber wir werden evt noch einige Imagewechsel des Jordaniers erleben
(16 Bewertungen / Positiv: 3 :: Negativ: 13)
verlieren oder und verschärzen dürfen wir es mit unseren Partnern, egal wie sie heißen überhaupt nicht mehr, dass stimmt!
das ist u.a. ganz wichtig!
(9 Bewertungen / Positiv: 9 :: Negativ: 0)
Was heißt hier nicht verscherzen… Immerhin sorgt 60 ständig für Schlagzeilen, ob das nun gute oder schlechte Presse ist. Und damit ist sichergestellt, dass man als Löwensponsor für die 2. Liga überdurchschnittlich medial präsent ist. Ich denke auch Werbefuzzies schätzen "die Zielgruppe" so ein, dass sie zwischen Firmen- und Vereinspolitik differenzieren kann. Es zählt also hauptsächlich, wie oft das Trikot/das Logo zu sehen ist, und nicht zwingend die positive Konnotation in Verbindung mit dem Verein. Damit will ich sagen, 1860 ist nicht (mehr) nur Bittsteller, sondern hat als eigenständige Marke durchaus Macht darüber zu entscheiden, wer beworben wird. Und diese Macht wiederum kann man auch für Imagezwecke nutzen. Deshalb zählt meiner Meinung nach nicht nur, wie viel der Sponsor zahlt, sondern auch wofür er steht. Denn ein unbeliebter Sponsor schadet dem Verein mehr, als ein unbeliebter Verein dem Sponsor.
Nur als Beispiel: letztes Jahr war einmal Nestlé als Sponsor im Gespräch. Ein Trikot mit dem Logo dieser Sklaventreiber und Umweltzerstörer würde ich nie tragen (geht wahrscheinlich in diesem speziellen Fall nicht vielen anderen so, aber mir, und ist ja nur ein Bsp.). Andererseits würde niemand auf die Idee kommen, keinen Nescafé zu kaufen, weil bei 1860 mal wieder das Chaos ausbricht.
Oder vielleicht ein besseres Beispiel: Gazprom bei Schalke… So käuflich möchte ich nicht sein.
(16 Bewertungen / Positiv: 12 :: Negativ: 4)
Wenn ich seriös wirken will dann muss ich mich auch seriös verhalten. Dazu passt nicht wenn mein Werbeträger nicht nur gute sondern auch viel schlechte Presse (Schlagzeilen) produziert.
Klartext:
Der Deal mit Aston Martin ist nur wegen "unserem Freund" über die Bühne gegangen, welcher mit Iraki die Vermarktungsrechte hat. 60 bekommt eine festgeschriebene Summe. Alles was drüber ist stecken Ismaik und Iraki ein.
"1860 ist nicht (mehr) nur Bittsteller, sondern hat als eigenständige Marke durchaus Macht darüber zu entscheiden, wer beworben wird."
Schön wäre es aber noch regiert Geld die Welt ! Wer die besseren Konditionen bietet (mehr zahlt) hat den Platz auf der Brust. So einfach ist´s.
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Aston Martin war/ist gut für 60. AM steht für Exklusivität. Wie Herr Griss schon schrieb: "AM hat dazu verholfen, dass der Verein in den letzten Monaten an Image zulegen konnte und auch plötzlich für Werbe-Partner wieder interessant ist." Nicht die Löwen haben AM eine gute Presse beschert… eher andersrum.
(5 Bewertungen / Positiv: 5 :: Negativ: 0)
Aston Martin ist sicherlich ein sehr guter Partner für die 1860 KGaA. Aber sicherlich nicht umgekehrt.
Die Frage ist, was AM nun tatsächlich bezahlt. 1,8 Mi0. EUR oder 3 Mio. EUR jährlich oder ..? Und gibt es eine Ausstiegsklausel? Oder/und wird dieser Deal von "Löwenfreund" Ismaik gestützt, um die mittlerweile eher unbekannte und wenig populäre Marke 1860 besser repräsentieren und um weitere namhafte Sponsoren anwerben zu können?
So ganz rund wirkt das alles – gerade aus der Sicht von AM – nicht.
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