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Turn- und StreitVerein 1860

Übermittelt von auf 16. November 2011 – 09:56 5 Kommentare

Begleitet die Löwen journalistisch seit 20 Jahren: Oliver Griss

VON OLIVER GRISS

Wer sich intensiv mit dem TSV 1860 München beschäftigt, kennt die Spielereien, wenn’s um Macht und Moneten geht: Um den – oder die Rivalen zu outen, werden den Medien in schöner Regelmäßigkeit geheime Dokumente zugespielt. Diesmal veröffentlichte die “AZ” in Auszügen eine geheime Mail von Ismaiks Statthalter Hamada Iraki – mit brisantem Inhalt: “Es muss ein Neuanfang her, frisches Blut in den Verein. Sonst ist es bald zu spät.” Ein Schriftstück mit einer Rücktrittsaufforderung in Richtung Schneider.
Tatsächlich geht’s den Protagonisten an der Grünwalder Straße nicht so sehr um Münchens große Liebe, sondern größtenteils um ihre eigene Präsentation. Und das schon seit Jahren. Eine Tatsache, die den Verein mehr und mehr lähmt.  Turn- und Streitverein 1860: Viel Zoff, wenig Punkte. Die Leittragenden sind die Fans, dem größten Kapital des TSV 1860, wovon Löwen-Ikone Petar Radenkovic noch heute schwärmt. Doch wie lange tun sich die leidenden Anhänger den blauen Komödienstadel noch an?
Früher hießen die Giesinger Alpha-Tiere Karl-Heinz Wildmoser oder Stefan Ziffzer. Mittlerweile im weiß-blauen Ring: Auf der einen Seite der smarte Geschäftsführer Robert Schäfer, der bekanntlich große Sympathien für die Investorenecke pflegt und ein gewiefter Kerl ist  - auf der anderen: Klub-Oberhaupt Dieter Schneider, der sich als 1860-Prozent-Löwe verkauft, aber dem es auch gefällt – wie seinerzeit Wildmoser – die Hände der Fans zu schütteln.  Die ARGE-Fanclubs lieben Schneider, feiern ihn als Retter des Klubs.

Doch wer ist wichtiger für 1860: Schneider? Schäfer? Eine gemeinsame Basis gibt’s für beide Streithähnen schon länger nicht mehr. Und man merkt es den beiden Funktionären auch an: Sie wirken abgekämpft. Schneider ist inzwischen so abgemagert, dass er nicht operiert werden darf – und der einstige Newcomer Schäfer? Wirkt seit Wochen geplättet, ausgemergelt – kräftig ist nur sein Dienstwagen, ein nagelneuer Aston Martin.

Wer hat jetzt die größeren Steherqualitäten: Schneider – oder doch Schäfer? Nach der Delegiertenversammlung vom Montag darf sich durchaus Schneider als Punktsieger fühlen. Doch wie lange? Bis zur nächsten pikanten Mail?

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5 Kommentare »

  • Valentin sagt:

    Frechheit, dass der Schäfer den Aston Martin bekommt! Wo für denn? Für dass, das er sich um 3 Millionen verechnet hat? Schäfer muss einfach raus und das Auto kann man dem Schneider geben. Der hats wenigestens verdient…

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  • Schmidbauer Christian sagt:

    Also ich weiss von Schneider, dass er gar keinen Dienstwagen will, sondern lieber mit seinem DAH-Audi rumfährt. Er will gar keinen Aston Martin. Und was die Streithansln betrifft, muss man der Ehrlichkeit halber schon feststellen, dass sich hier Schäfer bis jetzt schon sehr bedeckt hält, sondern nur Iraki und Schneider bisher gezündelt haben. Obwohl Hauner und Steiner auch ein bisschen aufn Putz gehaun haben am Montag abend. Für mich eher eine Frage: Welche Rollen spielen Hauner und Steiner dabei und welche Rollen werden sie in Zukunft spielen (Posten?) ?

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  • löwenblau sagt:

    Was will der Schneider eigentlich? Zuerst holt er den arabischen Investor zu 60 und verkauft den Verein für ein Butterbrot und jetzt führt er mit den Investoren einen Machtkampf zu Lasten des Vereines und vor allen Dingen zu Lasten der weiteren sportlichen Entwicklung von 60. Gerade jetzt, wo 60 aus sportlichen Gründen dringend in neue Spieler und Strukturen investieren müsste, blockiert Schneider in äußerst kleinkarierter und kleinunternehmerischer Sicht- und Handlungsweise den Investor. Schneider bedeuted für 60 nur noch Stillstand und Stillstand ist gerade im Profifussball unbedingt mit Rückschritt gleich zu setzen. Schneider, bitte treten Sie endlich zurück und überlassen Sie die Geschicke bei 60 endlich einem Vollblutprofi, der einen Profi-Fussballverein auch wirklich führen und representieren kann und verhindern Sie bitte nicht mehr die sportliche und strukturelle Weiterentwicklung von 60. Und vor allen Dingen, lassen Sie den Investor endlich in 60 weiter investieren!!!!

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  • andi sagt:

    wir stehen vor riesen Problemen.
    auf der einen Seite Schneider (ich bin entzwischen der meinung), dass die Rede am Montag der ablenkung vor was? dienen sollte. und das ist ihm auch wunderbar und hervorragend gelungen. Nur zu durchschauen ist das ganze für mich nicht.war das am Montag eine Art Kriegserklährung? Mir ist nur eines klar: so kommen wir keinen einzigen Schritt weiter. Normalerweise ist klar: du musst investieren in den sportlichen Bereich in die Mannschaften in die Jugend in die u23 usw. im Fußball gibt es aber auch keine Garantie

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  • Oida 60ga sagt:

    Dem Kommentar von Olli kann ich nur zustimmen! Das Grundproblem sind die Streitereien im Verein. Aber wir Fans sind irgendwo auch schuld, weil wir nicht konsequent gute Arbeit einfordern.

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