Pressing (15. November): “Ismaik? Die Situation ist alles andere als einfach”
AZ: Reporter Marco Plein berichtete über die Delegiertenversammlung bei 1860 München. Im Mittelpunkt stand dabei der Interessenskonflikt zwischen der Investorenseite und dem Verein. „Die Situation mit dem Investor ist immer noch alles andere als einfach“, sagte Präsident Dieter Schneider. „Beide Seiten konnten ihre Vorstellungen bei den Verhandlungen nicht durchsetzen und mussten Kompromisse machen. Wir mussten einen Mittelweg gehen zwischen dem Idealfall und dem Machbaren.“ Filippo Cataldo schrieb über Kevin Volland, der nun erst im Sommer von 1860 nach Hoffenheim wechseln wird. „Unter Berücksichtigung aller Fakten haben wir uns für einen Verbleib von Kevin Volland in München bis zum Ende der Rückrunde entschieden. Kevin hat dort eine sehr gute Entwicklung gemacht und wird dies auch weiterhin tun. Davon sind wir überzeugt und freuen uns, wenn er im Sommer zu uns stößt”, sagte Hoffenheim-Manager Ernst Tanner.
SZ: Philipp Schneiders Artikel handelte ebenso von der Delegiertenversammlung der Löwen. Dabei erinnerte Präsident Dieter Schneider noch einmal an das Zustandekommen des Investorendeals: „Wie sie wissen, haben wir in zwölf harten Verhandlungen mit Ismaik einen Kooperationsvertrag geschlossen. Wir standen vor der Entscheidung: Entweder Insolvenz anzumelden – oder die Investorenlösung durchzuziehen.” Letztendlich mussten beide Seiten für Kompromisse bereit sein. “Ein derartiger Vertrag ist die absolute Grundlage für die künftige Zusammenarbeit. Und eben nicht die Ausgangsbasis, um in der Folge all das, was ich in den regulären Verhandlungen nicht erreicht habe, nachzuverhandeln”, erklärte Schneider weiter.
TZ: Die Sportredaktion befasste sich ebenfalls mit der Delegiertenversammlung. Dabei ging Präsident Dieter Schneider noch einmal auf den Vertrag mit Investor Hasan Ismaik ein. „Auch wir haben im Rahmen dieses Vertrages Mitsprache- und Kontrollrechte, schließlich verwalten wir 51 Prozent der Anteile und haben dafür eine hohe Fürsorgepflicht“, so Präsident Dieter Schneider zum Konflikt zwischen Verein und Investorenseite. Man sei verpflichtet die Interessen des Vereins zu wahren, „um die Werthaltigkeit dieses Anteils an der KGaA zu erhalten. Andernfalls würden wir uns sogar schadensersatzpflichtig machen.“ Auch klagte der Ober-Löwe über den fehlenden Informationsfluss im Verein. Dies war als Seitenhieb in Richtun Geschäfsführer Robert Schäfer zu verstehen. „Erst Ende September hat der Geschäftsführer dem e.V.-Aufsichtsrat erstmals wieder ein Budget für die laufende Saison präsentiert, allerdings ohne vorherige Tischvorlage“, so Schneider. Schon im Vorlauf der Versammlung erklärte der Präsident: “Ich werde nicht zurücktreten, sondern für unsere Position kämpfen, auch im Sinne des Vereins.“















