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Radi: “Ismaik muss auch Geld in die Mannschaft stecken!”

Übermittelt von auf 7. November 2011 – 14:43 2 Kommentare

VON PETAR RADENKOVIC

Nein, im Stadion war ich nicht. Soll ich jetzt sagen: Zum Glück? Ich bin gerade in Belgrad und habe die Ausschnitte im Fernsehen gesehen. Es ist einfach nur noch traurig, was aus dieser großen deutschen Marke geworden ist. Mich wundert, dass immer noch so viele Fans ins Stadion gehen. Wieder waren es über 18.000. Das größte Kompliment will ich an dieser Stelle deswegen den Fans machen: Dass immer noch so viele kommen, zeigt, welch schlafender Riese 1860 eigentlich ist. Ohne diese fantastischen und treuen Fans wäre 1860 längst tot.
Was mich immer noch verwundert, ist das Engagement von Hasan Ismaik. Ich blicke bis heute nicht durch, warum Ismaik mit seinem Geld erst 1860 rettet und sich dann wieder zurückzieht. Das ist total untypisch für einen Investor. Nehmen wir Roman Abramowitsch: Ich will Ismaik nicht mit ihm vergleichen, das ist eine andere Dimension, klar. Aber Abramowitsch hat bei Chelsea auch die Schulden getilgt und dann investiert. Heute ist der FC Chelsea eine der besten Mannschaften Englands. Deswegen sage ich: Ismaik muss auch Geld in die Mannschaft stecken, sonst sind seine 18 Millionen Euro schneller weg als er glaubt. Die Leute bei 1860 müssen endlich aufwachen.

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2 Kommentare »

  • andi sagt:

    da kann man nur sagen: recht hat er! aber nicht nur Geld in die Mannschaft, sondern auch Geld für eine vernünftige sportliche Leitung manager und Trainer. die U23 muss aus meiner sicht in der nächsten Zeit in die dritte Liga (für einen vernünftigen Unterbau) aufsteigen. Wir benötigen drinngend ein sehr sehr gutesJugendkonzept usw!
    Es gibt viel viel zutun im sportlichen Bereich.

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  • Miltes sagt:

    Ganz gleich wieviel Geld Herr Ismaik irgendwann einmal in die Mannschaft steckt. Die Aura der Mannschaft aus den 60er Jahren mit Petar Radenkovic, Rudi Brunnenmeier, Peter Grosser, Hennes Küppers, Timo Konietzka und all den anderen kann er damit nicht zurückholen. Das ist ein für allemal vorbei. 60 so wie es mal war ist und bleibt Geschichte.

    Der Radi hat ganz recht. Es ist mehr als verwunderlich, dass die treuen 60er Fans dieser faden, blassen Truppe immer noch die Stange halten. Die Mannschaft wirkt in der Allianz Arena schon immer wie ein Fremdkörper. Leidenschaftsloses, langweiliges und unter dem Strich extrem erfolgloses Gekicke prägt das Bild der 60er seit dem Abstieg aus der 1. Liga. Mit Rainer Maurer hat man wenigstens einen im Kopf gut sortierten Trainer, dem man kaum vorwerfen kann, dass die Mannschaft in der letzten Saison noch nicht mal mit Paderborn mithalten konnte, obwohl man ja mit den beiden Niederlagen gegen Rostock Platz 3 verschenkt hat. Aber das kennt man ja von den 60er. Wenn es drauf ankommt, versagen sie so gut wie immer.

    Sportlich baut man auch in der neuen Saision immer noch auf Benny Lauth, obwohl dessen Sturm- und Drang-Zeiten längst vorbei sind.
    Aber das passt zu 60. Das sind halt die ewig gestrigen. Von BWL und Business hatte da noch nie jemand eine Ahnung. Von Zielstrebigkeit auch nicht. Und da Werner Lorant weg ist und der Karl-Heinz Wildmoser von uns gegangen ist, wird man bei 60 auch nie wieder einen Thomas Häßler, Petre Nowak oder Peter Pacult sehen. Die heutigen Macher scheinen kein Gespür dafür zu haben – und natürlich auch kein Geld – um solche Spieler zu verpflichten, die für Erstliga-Vereine offensichtlich nicht mehr gut genug sind, den 60er aber den Aufstieg bringen würden. Es gäbe genügend – auch finanzierbare. Der Werner Lorant hatte da trotz seiner grobschlächtigen Art ein feines Händchen für. Siehe Bodden.

    Man pennt halt bei 60 und schwelgt vermutlich in Selbstmitleid und ist schon seit Anfang der 70er Jahre in Ehrfurcht erstarrt vor den großen Bayern. Aber man kann sich nicht einfach auf den Standpunkt zurückziehen, dass die Bayern immer noch von Beckenbauer, Müller, Maier, Breitner und später Rumenigge, Matthäus profitieren. Die 60er hatten mit den o.a. genannten Spielern eine ähnlich gute Basis, um auf Jahrzehnte eine der ersten Adressen im deutschen Fußball bleiben zu können. Aber anders als bei den Bayern ist mit den großen Namen auch der Ruhm und der Erfolg verschwunden. Keiner war da, der einem Hoeneß gleich, diesem Verein eine Vision, Tatendrang und neuen Erfolg gebracht hätte. Es fehlt da leider schon seit Jahrzehnten ein Macher und Visionär.

    Bar jeglichem Realitätssinn entlässt man, nachdem man es endlich geschafft hatte, wieder knapp zehn Jahre der ersten Liga anzugehören, genau die Leute, die 60 erst wieder so weit gebracht haben, nämlich Werner Lorant, der die Mannschaft ein gutes Jahrzehnt in Liga 1 gehalten hat und sie dorthin im Durchmarsch aus der Bayern-Liga gehievt hat – die Mannschaft stand zu diesem Zeitpunkt, wenn ich mich richig erinnere, sicher auf Platz 9 und dann auch noch den Peter Pacult, der die 60er mit seinen Toren überhaupt erst in die 1. Bundesliga geschossen hatte. Da stand die Mannschaft sogar auf Platz 7. Auch wenn ich dem Karl-Heinz Wildmoser mehr Gutes anrechne als Schlechtes nachsagen will. Diese beiden Entscheidungen waren weit weg von jeder Realität. Im Fall Werner Lorant muss man allerdings zwangsläufig spekulieren, dass sich die Wege nicht aus sportlichen Gründen sondern aufgrund anderer Hintergründe getrennt haben. Vielleicht ging es ja um Immobilien im Osten. In sportlicher Hinsicht jedenfalls eine krasse Fehlentscheidung. Der Werner Lorant war zwar ein autoritärer Gelegenheits-Choleriker, aber anscheinend sind solche Typen doch genau richtig für diese Mannschaft, wenn man bedenkt, dass neben Lorant nur noch der charakterlich ähnlich gestrickte Max Merkel Erfolg mit 60 hatte. Alle anderen haben doch versagt, Wettberg mal ausgenommen. Hochmut kommt vor dem Fall. Pacult raus. Der kleine Wildmoser in den Knast. Mannschaft sofoft abgestiegen. Da stand Falko Götz schlichtweg auf verlorenem Posten in diesem chaotischen Jahr. Ein klarer Fall von Selbstverstümmelung nach vorausgegangenem Größenwahn auf der Führungsetage.

    Der Radi tut mir leid. Da hat einer mit 78 immer noch mehr Fußball-Sachverstand als alle zusammen, die da bei 60 gerade so rum fleuchen und muss hilflos und ohne Lobby mit ansehen, wie sein geliebter Verein immer mehr dem Abgrund entgegenwankt. Ich habe mich immer gefragt, warum der Radi, der Heiß und der Wagner nicht das Ruder in die Hand nehmen und alle diese Loser, die den Verein zugrunde richten, nicht in die Wüste schicken. Vielleicht hätten sie sich den Großen Bellheim anschauen sollen.

    Jedenfalls wünsche ich dem Petar Radenkovic dass er nicht auch noch erleben muss, wie der Herr Ismaik den “Löwen” seine Millionen schon bald verweigert, weil auch er zu der Einsicht kommt, dass man mit diesem Verein keinen Blumentopf gewinnen kann. Dann wäre 60 ganz schnell am Ende. Und zwar für immer.

    Es ist doch wirklich unglaublich, dass ein solcher Verein, der mal die Nr 1 in München war, so abkacken konnte und es ist auch unglaublich, dass sich die Münchner Groß-Industrie (BMW, SIEMENS, MAN, KNORR, NAGEL und wie sie alle heißen) nicht dazu aufraffen kann, mal die Portokasse zu öffnen, eine bis drei Millionen in die Hand nimmt, und München zur dominanten Fußballgroßmacht in Deutschland macht und vor allem um wieder ein ernstzunehmendes Gegengewicht zu den Bayern zu haben. Der Herr Hoeneß hat schon lange verstanden, dass dies gut wäre. Aber leider steht er mit dieser Meinung alleine auf weiter Flur.
    Da muss erst einer aus dem Orient kommen, um 60 wieder Leben einzuhauchen. Eine Schande ist das für die gesamte Münchner Industrie. Wo ist und war da zum Beispiel die ALLIANZ, die ja sicherlich gar nicht so recht weiß, wohin mit den überschüssigen Millionen ? Oder hat mal einer nachgedacht, wie wiele Millionen in den am Ende nicht gebauten Transrapid geflossen sind. Da wäre ein kleiner Hilfsfond für die 60er allemal drin gewesen. Aber die ganze Stadt ist ja auf dem absteigenden Ast. Kein Transrapid, keine 3. Startbahn, keine olympischen Spiele, kein ICE von Nürnberg zum Flughafen und Dortmund hat den Bayern die Lederhosen ausgezogen. Da passt es ins Bild, dass 60 so gut wie gar nicht mehr stattfindet. In diesem Sinne.

    Beste Grüße an alle leidenden Fans
    Miltes, 60er Fan seit 1965

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