VON OLIVER GRISS UND CATRIN MÜLLER

Daniel Bierofka hat viel zu tun. Das 1860-Idol muss eine total verunsicherte Mannschaft wieder aufrichten, viel Zeit bleibt nicht vor dem schweren Auswärtsspiel bei Tabellenführer Eintracht Braunschweig (Sonntag, 13.30 Uhr, dieblaue24-Liveticker). “Für mich ist das keine einfache Situation, weil nach einem Trainerwechsel natürlich irgendwas nicht stimmen kann. Aber die Spieler sind sehr bemüht”, sagte der 37-Jährige am Donnerstag nach der ersten richtigen Einheit gegenüber dieblaue24: “Sie versuchen das aufzusaugen, was ich ihnen vermittele. Man muss jetzt an die Stärken appellieren. Fußball lebt von Selbstvertrauen und Überzeugung. Das muss ich jetzt wieder rauskitzeln.” Mit Sportchef Thomas Eichin gab es natürlich längst das fällige Gespräch: “Er kam zu mir ins Büro und hat mir gesagt, dass ich mich nur mit dem Sportlichen befassen soll.”

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Wie lange darf er überhaupt auf der Trainerbank sitzen? Nach dieblaue24-Informationen 15 Werktage (!), heißt: Bierofka darf die Löwen mit einer Sondergenehmigung gegen Braunschweig, Dresden und Bochum coachen - beim Jahresfinale am 16. Dezember gegen Heidenheim wird dann Bierofkas Assistent Denis Bushuev, der das Fußballlehrer-Diplom hat, einspringen.

Am Dienstag hat Bierofka nach dieblaue24-Informationen übrigens das erste Mal Investor Hasan Ismaik getroffen. Mehr als zwei Stunden saßen die beiden im Charles-Hotel zusammen. “Es war ein erstes Kennenlernen, wir hatten uns ja vorher nicht persönlich gekannt”, bestätigte Bierofka den Termin: “Ismaik wollte sehen, wie ich ticke. Es ging nicht nur über Fußball, sondern auch um andere Dinge. Sein Lob hat mich gefreut, aber ich weiß, wie schnell es im Fußballgeschäft geht. Ich muss jetzt schauen, dass sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass wir Spiele gewinnen.”

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