VON OLIVER GRISS UND BERND FEIL (MIS-FOTO)

Maxi Wittek (21) gilt beim TSV 1860 als vielversprechendes Talent - doch der ehemalige Jugend-Nationalspieler hängt seit mehr als einem Jahr an der Grünwalder Straße durch. Beim 2:3 in Sandhausen bot der Linksverteidiger wieder eine indiskutable Leistung, war an zwei Gegentreffern beteiligt. “Maxi stagniert in seiner Entwicklung - das ist klar, das weiß er auch”, erklärte Trainer Kosta Runjaic: “Er muss an sich arbeiten und weiterentwickeln, angefangen an der Fitness und, und und. Man muss sich nur die Werte aus der vergangenen Saison anschauen. Als Außenverteidiger musst du mehr marschieren…”

Langsam dürfte sich die Geduld des Trainers mit Maximilian Wittek dem Ende zuneigen, weil die Gegner die linke Abwehrseite immer wieder als Schwachstelle im 1860-Spiel ausmachen. Größtes Problem: Wittek wird auch in dieser Saison von den erfahrenen Nebenleuten nicht an die Hand genommen und geführt - genau dieses Problem gab es auch schon bei Julian Weigl (jetzt Borussia Dortmund) zu beobachten. Hinzu kommen aufgrund von Verletzungssorgen und Sperren die ständigen Wechselspiele in der Viererkette. Das trägt nicht zur allgemeinen Sicherheit bei. Und genau das bezieht Runjaic bei seiner Beurteilung von Wittek ein: “Maxi bringt sehr viel Potential mit: Er hat eine Grundaggressivität, er bringt Schnelligkeit mit. Eine konstante Leistung bringt er aber nicht hin.”

Vielleicht hängt Witteks Krise auch mit seiner ungewissen Zukunft und der Verlockung nach dem großen Geld zusammen: Im Sommer 2017 läuft sein Vertrag aus. Höher dotierte Angebote gab’s schon im Sommer vom VfB Stuttgart. Ob das das Problem ist?

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