VON OLIVER GRISS UND BERND FEIL (MIS-FOTO)

Am Montagabend saß Benno Möhlmann (61) im altehrwürdigen Ronhof auf der Tribüne. Nicht um alte Freunde zu treffen, sondern bei der Fürther 2:3-Pleite gegen Tabellenführer Freiburg die Mannschaft zu beobachten, mit der es der TSV 1860 am Freitag im Alles-oder-Nichts-Spiel (18.30 Uhr, dieblaue24-Liveticker) zu tun bekommt. Bei der Studie des nächsten Gegners dürfte Möhlmann vor allem eines aufgefallen sein: Um Fürth zu schlagen, muss seine Mannschaft deutlich zulegen, vor allem im läuferischen Bereich. Dass er in dieser Woche auf ein schärferes Training verzichtet und lieber eine Life Kinetik-Einheit mit Ex-Löwen-Torjäger Bernhard Winkler eingeschoben hat, begründet Möhlmann so: “Ich will der Mannschaft nicht wieder ein Alibi geben. Sportwissenschaftlich ist es nicht richtig, noch einen draufzusetzen, wenn sie im Keller sind. Das kann ja nur über den Kopf verarbeitet werden.”

Ein kleiner Hoffnungsschimmer: Vize-Kapitän Daniel Adlung (28) steigt nach seiner Sprunggelenk-OP heute wieder ins Training ein. Er ist einer, auf den Möhlmann große Stücke hält. Zwar wird Adlung noch nicht so fit sein, um in der Startelf einzugreifen - doch als Motivator auf der Bank oder als Joker würde der Ex-Fürther zumindest taugen. “Da müssen wir noch abwarten”, sagt Möhlmann, “wie Daniel die nächsten zwei Tage verkraftet.”

Trotz der schwierigen Situation ist Möhlmann fest davon überzeugt, dass der derzeitige Tabellen-16. wieder von der Schippe springt: “Ich bin mir mit Oliver Kreuzer einig, dass wir das gemeinsam durchziehen. Eine 100-prozentige Sicherheit hast du nie im Leben, aber zu 99 Prozent glaube ich daran, dass wir es packen. Ganz wirklich.“

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