VON OLIVER GRISS UND ULI WAGNER (FOTO)

Es gibt zu viele Fans und zu wenig Tickets für das Grünwalder-Comeback. “Es tut mir für die Fans leid, die leer ausgehen werden”, erklärte Daniel Bierofka drei Tage vor dem Heim-Start gegen Wacker Burghausen (Freitag, 19 Uhr) gegenüber dieblaue24: “Das Stadion wird ausverkauft sein. Die Kulisse wird für meine Mannschaft etwas Besonderes sein, vor so vielen Zuschauern zu spielen. Die meisten kennen diese Situation nicht.”

Deswegen hat der Löwen-Trainer einen Vorschlag, um die Fanseele glücklich zu machen: “Die Stadt München muss uns helfen. Das ist schon ärgerlich, dass wir nur 12.500 Karten verkaufen können. Auf 15.500 Zuschauer kann man die Kapazität, glaube ich, nochmal erhöhen. Ich weiß aber nicht, ob man in der Kürze der Zeit ein paar Plätze freischaufeln kann - unsere Fans hätten dies jedenfalls verdient.” Nach dieblaue24-Informationen ist es allerdings nahezu ausgeschlossen, das Kartenkontingent kurzfristig, sprich in dieser Saison, zu erhöhen. Der Grund: Die marode Westkurve ist in Teilen weiterhin baufällig. Peter Grosser hatte vor dem Auszug aus der Allianz Arena davor gewarnt, dass tausende Fans auf der Strecke bleiben werden - und schon jetzt bekommt der TSV 1860 2.0 einen ersten Vorgeschmack, wie groß die Kraft der Anhänger selbst im Amateurfußball noch ist. Doch das war absehbar, wenn man sich an die Bayernliga-Zeit erinnert.

Wie groß ist Ihr Vertrauen noch in die aktuelle Vereinsführung des TSV 1860?

Umfrage endete am 21.07.2017 16:00 Uhr

Wir brauchen einen kompletten Neuanfang!
86%

Es ist alles wunderbar! Wir haben die richtigen Köpfe im Verwaltungsrat und Präsidium.
11%

Mir egal: Hauptsache Grünwalder Stadion!
4%

Einziger Ausweg, um die Fans trotzdem an dem Highlight gegen Burghausen teilhaben zu lassen: Eine Liveübertragung. Nach dieblaue24-Informationen wird im Hintergrund gerade geprüft, ob ein weiteres Livespiel in Sport1 möglich ist - möglicherweise mit der Hilfe eines Livestreams. Die Übertragungsrechte liegen beim Bayerischen Fußball-Verband.

Dass die Fans nach dem Doppel-Abstieg so hinter dem TSV 1860 stehen, bereitet Bierofka große Freude: “Momentan ist eine hohe Identifikation mit der Mannschaft da. Alle wollen mithelfen. Das macht Sechzig schon immer aus. Ich habe schon das Gefühl, dass alle zusammenhalten.”