VON OLIVER GRISS

Das Privatvermögen von Gerhard Mey, der sich selbst als mittelständischer Unternehmer beschreibt, wird auf rund 650 Millionen Euro geschätzt. Der Münchner verdient sein Geld mit Autodächern und Cabriodach-Systemen. 3,2 Milliarden Umsatz pro Jahr macht seine Firma, die er sich mit seinem Onkel teilt - jetzt will Mey den TSV 1860 retten und die Anteile von Hasan Ismaik abkaufen. “Es ist ein unglaubliches Unglück, dass dieser Traditionsklub so unter die Räder geraten ist. Ich will ihn gerne dorthin führen, wo er hingehört, in die Bundesliga. Die Zeit rast. Wir dürfen nicht bummeln und müssen sofort wieder raus aus der Regionalliga”, erklärte Mey exklusiv gegenüber der “Süddeutschen Zeitung”.

Dass ihn bei 1860 das blanke Chaos erwartet, schreckt Mey offenbar nicht ab. “Es wäre sicher nicht das lukrativste Geschäft meines Lebens”, sagt Mey, “aber deshalb mache ich das ja nicht. Ich würde bei 1860 aus Leidenschaft einsteigen.”

Doch Mey macht auch klar: Er würde bei den Löwen jeden Stein umdrehen. Er fordert Veränderungen in allen Bereichen. Mey: “Das Fundament von 1860 ist fantastisch. Nur das, was darauf errichtet wurde, ist es nicht. Wir brauchen ein hochprofessionelles Management mit weiß-blauem Herz.” Die Worte hätten auch von Hasan Ismaik stammen können.

Mey schreckt die 50+1-Regel der DFL übrigens nicht ab: “Ich denke, dass 50+1 ziemlich egal ist, wenn man im Klub auf anständige Weise miteinander umgeht.” Ob das dem Verwaltungsrat um die Herren Drees, Bennigsen und Ostermeier gefällt?

Freuen Sie sich auf die Rückkehr ins Grünwalder Stadion?

Umfrage endete am 13.07.2017 12:00 Uhr

Nein, was soll ich in diesem Stadion? Willkommen in der Steinzeit!
62%

Ja, ein Traum geht in Erfüllung!
25%

Mir egal!
13%